Eine Mehrfamilienhaus Dachsanierung gehört zu den lohnendsten Maßnahmen bei der Sanierung eines Wohnblocks: In älteren Gebäuden aus der Sowjetzeit verursacht gerade das Flachdach die meisten Undichtigkeiten, die kalten Wohnungen im obersten Geschoss und die hohen Heizkosten. In diesem Leitfaden erklären wir, warum die Flachdächer alter Plattenbauten versagen, wie ihre Sanierung Schritt für Schritt abläuft, worin sich eine Überdeckung von einer Vollsanierung unterscheidet, wie man die Arbeiten mit den Bewohnern und der Hausverwaltung organisiert, woher die Finanzierung kommen kann (zum Beispiel über litauische Sanierungsprogramme, die von APVA verwaltet werden) und wie viel das 2026 in Litauen kostet.
In Litauen gibt es Zehntausende Mehrfamilienhäuser, die zwischen 1960 und 1990 errichtet wurden, und die meisten von ihnen haben flache, kompakte (warme) Dächer. Wenn ein solches Dach 30–50 Jahre alt wird, erfüllt es seine Aufgabe nicht mehr: Wasser dringt ein, die Dämmung wird nass, und die Bewohner im obersten Geschoss spüren als Erste Feuchtigkeit, Schimmel und Kälte. Im Folgenden gehen wir alles der Reihe nach durch – von den typischen Problemen alter Dächer bis zur Entscheidung der Bewohner und zur Finanzierung. Wenn Sie einen allgemeinen Überblick über die Sanierung suchen, lohnt sich ein Blick auf unsere Dachsanierungs-Leistung und unsere Lösungen für Flachdacheindeckung.
Warum die Flachdächer alter Mehrfamilienhäuser versagen
Die Dächer der Mehrfamilienhäuser aus der Sowjetzeit wurden nach den Normen und mit den Materialien ihrer Zeit gebaut. Selbst bei solider Bauweise haben die meisten dieser Dächer ihre geplante Nutzungsdauer längst überschritten. Die Probleme häufen sich fast immer gleichzeitig, weshalb punktuelles Flicken nicht mehr funktioniert.
Verschlissene Bitumeneindeckung
Die meisten alten Mehrfamilienhäuser wurden mit papierbasierter Dachpappe oder frühen Bitumenbahnen mit einer Nutzungsdauer von 15–25 Jahren eingedeckt. Nach mehreren Jahrzehnten UV-Strahlung und Frost-Tau-Wechseln wird die Eindeckung spröde, reißt, die Nähte öffnen sich, und ein über und über geflicktes Dach wird zu einem “Flickenteppich”, durch den das Wasser immer neue Wege findet.
Nasse und unzureichende Dämmung
Im “Aufbau” alter Dächer befindet sich oft eine dünne Schicht Blähton oder Mineralwolle, die den heutigen Energieanforderungen nicht entspricht. Wenn Wasser durch die Eindeckung dringt, saugt es sich in die Dämmung, die bis zur Hälfte ihrer Wärmeleistung verliert und nicht mehr trocknet. Dadurch werden die Wohnungen im obersten Geschoss kalt und die Heizkosten des gesamten Hauses steigen.
Schlechtes oder fehlendes Gefälle
Viele Plattenbaudächer wurden praktisch ohne Gefälle gebaut oder mit einem minimalen, das über die Jahrzehnte durch Verformungen der Konstruktion noch durchgehangen ist. Das Ergebnis sind stehende Pfützen, die die Alterung der Eindeckung beschleunigen, Schmutz sammeln und im Winter zu Eis werden, das die Oberfläche beschädigt.
Beschädigte Anschlüsse, Attiken und Entwässerung
Alte Attikaabdeckungen, Lüftungsrohre, Entlüftungsauslässe und innenliegende Gullys sind oft undicht oder verstopft. Die meisten Undichtigkeiten beginnen tatsächlich an diesen Anschlüssen, weshalb ihnen bei der Sanierung besondere Aufmerksamkeit gilt.
Typische Anzeichen, dass ein Mehrfamilienhaus-Dach saniert werden muss
Dachprobleme werden zuerst von den Bewohnern im obersten Geschoss bemerkt, betreffen aber das ganze Haus. Wenn Sie zwei oder mehr dieser Anzeichen erkennen, lohnt sich bereits eine professionelle Bewertung des Daches.
- Wiederkehrende Undichtigkeiten in Wohnungen des obersten Geschosses oder im Treppenhaus – besonders nach der Schneeschmelze.
- Feuchteflecken und Schimmel an den Decken des obersten Geschosses und in Wandecken.
- Kalte Wohnungen im obersten Geschoss und hohe Heizkosten für das gesamte Haus.
- Stehende Pfützen auf dem Dach mehr als 48 Stunden nach Regen.
- Spröde, gerissene Eindeckung mit offenen Nähten und abbröckelnder Bestreuung.
- Ungleichmäßige Schneeschmelze auf dem Dach – ein Zeichen für Wärmeverluste und nasse Dämmung.
Bei einem Mehrfamilienhaus ist es wichtig, nicht auf eine Notundichtigkeit zu warten, denn sie betrifft nicht einen Eigentümer, sondern das ganze Treppenhaus. Den Unterschied zwischen einer Reparatur und einer Vollsanierung behandeln wir ausführlicher auf unserer Dachsanierungs-Seite und im Artikel über Neueindeckung versus Sanierung.
Sanierungsumfang: Überdeckung oder Vollsanierung
Was kostet Ihr Dach konkret?
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Eine Mehrfamilienhaus Dachsanierung ist nicht “alles oder nichts”. Auf Grundlage der Inspektion und der Feuchtemessung wird der am wenigsten invasive, aber zuverlässige Umfang gewählt.
- Eindeckungserneuerung (Überdeckung) – wenn die vorhandene Dämmung und die Konstruktion trocken sind, wird ein neues zweilagiges SBS-Bitumensystem oder eine mechanisch befestigte Bahn über die alte Eindeckung verlegt. Das ist die günstigste Variante und verlängert die Nutzungsdauer um 10–15 Jahre. In alten Mehrfamilienhäusern ist die Dämmung jedoch oft nass, sodass eine Überdeckung allein nicht ausreicht.
- Teilsanierung – nur die nassen Zonen werden ersetzt und die Anschlüsse repariert, wenn das Problem lokal ist und der übrige Aufbau gesund.
- Vollsanierung mit zusätzlicher Dämmung – die alten verschlissenen Schichten werden entfernt (oder ein geprüfter Untergrund bleibt erhalten), eine neue Dampfsperre wird eingebaut, die Dämmung wird nach heutigen Normen ergänzt, ein Gefälle wird gebildet und eine neue Eindeckung verlegt. Das ist für Mehrfamilienhäuser meist die empfohlene Variante, weil sie Dichtheit und Energieeffizienz gleichzeitig löst.
Erhöht man die Dämmstärke bei der Sanierung auf das heute empfohlene Maß, sinken die Wärmeverluste über das Dach deutlich und die Energieklasse des gesamten Hauses verbessert sich – was für die Erfüllung der Anforderungen von Sanierungsprogrammen wichtig ist. Den Dämmprozess selbst behandeln wir ausführlicher im Artikel über Aufdach-Dämmung und in unserem Flachdach-Dämmungs-Leitfaden.
Hat das Dach des Mehrfamilienhauses begonnen zu lecken?
Wir kommen, bewerten den Zustand der Eindeckung, messen die Dämmungsfeuchte mit einer Wärmebildkamera und sagen Ihnen, ob eine Überdeckung ausreicht oder eine Vollsanierung nötig ist – wir erstellen einen klaren Kostenvoranschlag für die Eigentümergemeinschaft oder Verwaltung.
Mehrfamilienhaus Dachsanierung Schritt für Schritt
Im Folgenden der typische Ablauf einer professionellen Flachdachsanierung eines Mehrfamilienhauses, wenn die Eindeckung ersetzt und die Dämmung ergänzt wird. Die genauen Schritte hängen von der Inspektion ab, doch die Gesamtlogik ist fast immer dieselbe.
Mehrfamilienhaus Dachsanierung: 6 Schritte
Inspektion, Feuchtemessung und Planung
Der Zustand der Eindeckung wird bewertet, die Dämmungsfeuchte mit Wärmebildkamera oder Sondierschnitten gemessen und Gefälle, Anschlüsse sowie Tragfähigkeit der Konstruktion geprüft. Auf Grundlage der Daten werden Sanierungsumfang, Schichtaufbau und Materialien gewählt und ein genauer Kostenvoranschlag für die Gemeinschaft erstellt.
Abstimmung mit Bewohnern und Arbeitsorganisation
Arbeitszeiten, Materiallagerung, Hebetechnik und Bewohnerinformation werden mit der Gemeinschaft oder Verwaltung abgestimmt. Die Arbeiten werden in Etappen geplant, sodass das Gebäude bewohnt bleibt und offene Zonen stets vorübergehend abgedichtet werden.
Entfernen der alten Schichten und Untergrundvorbereitung
Die verschlissene Eindeckung und nasse Dämmung werden etappenweise bis zum gesunden Untergrund entfernt. Der Untergrund wird gereinigt, getrocknet und geprüft; beschädigte Konstruktionsbereiche werden vor dem Verlegen neuer Schichten repariert.
Dampfsperre, Dämmung und Gefällebildung
Eine neue Dampfsperre wird verlegt, darüber Dämmung der erforderlichen Stärke (Mineralwolle oder EPS/PIR) zur Erfüllung der Energieanforderungen. Mit Gefällekeilen wird ein Gefälle gebildet, damit Wasser zuverlässig zu den Gullys abläuft und keine Pfützen entstehen.
Verlegen der neuen Abdichtung
Die neue Eindeckung wird verlegt – meist ein zweilagiges aufgeschweißtes SBS-Bitumensystem oder eine mechanisch befestigte PVC/TPO-Bahn. Besondere Aufmerksamkeit gilt Nähten, Überlappungen und Entwässerungsanschlüssen.
Anschlüsse, Attiken, Übergabe und Garantie
Attiken, Entlüftungsauslässe, Lüftungsrohre und Gullys werden dicht angeschlossen und abgeblecht. Eine Dichtheitsprüfung wird durchgeführt, und Abnahmeprotokolle, Materialzertifikate, Garantieunterlagen und Wartungsempfehlungen werden an die Gemeinschaft übergeben.
Wie man die Sanierung mit Bewohnern und Verwaltung organisiert
Eine Mehrfamilienhaus Dachsanierung unterscheidet sich von einem Einfamilienhaus dadurch, dass die Entscheidung nicht von einem Eigentümer, sondern von der Eigentümergemeinschaft oder der Verwaltung der Gemeinschaftsflächen getroffen wird. Das Dach ist gemeinschaftliches Eigentum, daher erfordert seine Sanierung in der Regel die Zustimmung der Bewohner und ein vereinbartes Finanzierungsmodell.
In der Praxis läuft der Prozess meist so ab. Erstens beauftragt die Gemeinschaft oder Verwaltung nach dem Bemerken von Problemen (Undichtigkeiten, kalte Wohnungen) eine Dachinspektion und erhält eine technische Bewertung mit Kostenvoranschlag. Zweitens wird eine Versammlung oder Abstimmung der Wohnungseigentümer organisiert, bei der die Sanierung und ihre Finanzierung genehmigt werden. Drittens wird ein Auftragnehmer ausgewählt (oft per Ausschreibung), ein Vertrag unterzeichnet und der Arbeitsplan abgestimmt. Eurokas erstellt klare Kostenvoranschläge und technische Spezifikationen, die sowohl für die Direktbeauftragung als auch für eine öffentliche Ausschreibung geeignet sind.
Wichtig ist, dass die Bewohner klare Informationen erhalten: was die Arbeiten genau umfassen, wie viel sie pro Wohnung kosten, wie lange sie dauern und wie das Gebäude während der Arbeiten geschützt wird. Transparente Kommunikation entscheidet oft darüber, ob die Sanierungsentscheidung genehmigt oder um ein weiteres Jahr des Flickens verschoben wird.
Finanzierung: APVA und Sanierungsprogramme für Mehrfamilienhäuser
Eine der häufigsten Fragen ist, woher das Geld für eine Mehrfamilienhaus Dachsanierung kommt. In Litauen gibt es staatlich geförderte Programme zur Sanierung (Modernisierung) von Mehrfamilienhäusern, die von der Agentur für Umweltprojektmanagement (APVA) und anderen Institutionen verwaltet werden. Diese Programme zielen auf die Verbesserung der Energieeffizienz von Gebäuden, und Dachdämmung und -sanierung ist in der Regel eine der förderfähigen Maßnahmen.
In der Praxis können Finanzierungsmodelle einen staatlichen Zuschuss für einen Teil der Investition, Vorzugsdarlehen sowie die Möglichkeit umfassen, die Arbeiten in Raten zusammen mit den Heizkosten zu zahlen. Die genauen Bedingungen, die Höhe des Zuschusses und die Anforderungen ändern sich mit der Zeit, daher lohnt es sich, vor der Planung der Arbeiten die aktuellen Bedingungen der APVA- und kommunalen Programme zu prüfen oder die das Programm verwaltende Institution zu konsultieren. Sanierungsprogramme verlangen oft, dass eine bestimmte Energieklasse erreicht wird, sodass die Erhöhung der Dachdämmung nicht nur das Feuchteproblem löst, sondern auch hilft, die Förderkriterien zu erfüllen.
Selbst wenn ein Haus nicht an einem komplexen Programm teilnimmt, zahlt sich eine eigenständige Dachsanierung oft durch Energieeinsparungen und höhere Wohnungswerte aus. Wann eine Sanierung nötig ist und wie man sie richtig durchführt, behandeln wir auf unserer Sanierungs-Seite, und den energetischen Nutzen im Artikel über Aufdach-Dämmung.
Kosten einer Mehrfamilienhaus Dachsanierung 2026
Die Sanierungskosten hängen vom Umfang, dem Zustand der vorhandenen Schichten, der Dachfläche, der Komplexität der Anschlüsse und den gewählten Materialien ab. Wir nennen Richtpreise für 2026 in Litauen (vor einem möglichen Programmzuschuss). Der genaue Preis kann erst nach einer Inspektion festgelegt werden, da eine Undichtigkeit oft eine große Fläche nasser Dämmung verbirgt.
| Sanierungsumfang | Was er umfasst | Richtpreis (€/m²) |
|---|---|---|
| Eindeckungserneuerung (Überdeckung) | Neue zweilagige SBS-Eindeckung über geprüftem trockenem Untergrund | 18–28 |
| Vollsanierung mit zusätzlicher Dämmung | Dampfsperre + Dämmung + Gefälle + Eindeckung | 45–75 |
| Umkehrsanierung | XPS über der Abdichtung + Ballast (für begehbare Dächer) | 70–120 |
| Anschlüsse und Entwässerung erneuern | Attiken, Gullys, Lüftungsrohre | Nach Umfang |
| Dachinspektion und Feuchtemessung | Thermografie / Sonden / Kostenvoranschlag für die Gemeinschaft | 50–200 € (Besuch) |
Zum Beispiel kann das Dach eines typischen fünfgeschossigen Mehrfamilienhauses 300–600 m² betragen, sodass der Wert einer Vollsanierung mehrere Zehntausend Euro erreicht, während der pro Wohnung verteilte Betrag oft viel kleiner ist, als es zunächst erscheint – besonders bei Nutzung eines Förderprogramms. Detailliertere Preislisten finden Sie in unserer Flachdachkosten-2026-Übersicht und der Preisliste für aufgeschweißte Dachhaut.
Rechenbeispiel pro Wohnung: Bei einem 450 m² großen Dach, einer Vollsanierung zu rund 60 €/m² und 30 Wohnungen ergibt sich eine Gesamtsumme von etwa 27.000 € – das sind nur rund 900 € je Wohnung, und mit einem Förderzuschuss von 30–50 % sinkt der Eigenanteil entsprechend weiter. Verteilt auf mehrere Monatsraten ist die Belastung für den einzelnen Eigentümer meist deutlich geringer als befürchtet.
Wie lange eine Mehrfamilienhaus Dachsanierung dauert
Die Sanierung des Flachdachs eines mittelgroßen Mehrfamilienhauses (300–600 m²) dauert in der Regel von einer bis zu mehreren Wochen, je nach Umfang, Wetter, Anzahl der Anschlüsse und ob die Dämmung ersetzt werden muss. Da über bewohnten Wohnungen gearbeitet wird, erfolgen die Arbeiten in Etappen: Das Dach wird abschnittsweise eingedeckt, sodass der größere Teil zu jedem Zeitpunkt dicht bleibt.
Die optimale Jahreszeit in Litauen ist von April bis Oktober, wenn der Untergrund trocken ist und positive Temperaturen eine qualitätsvolle Aufschweißarbeit erlauben. Inspektion und Sanierungsentscheidung trifft man am besten im Herbst oder Winter, damit die Arbeiten für das Frühjahr geplant werden können, statt eine Notundichtigkeit während des Wintertauwetters zu bekämpfen.
Wie man Störungen für die Bewohner während der Arbeiten minimiert
Bei der Sanierung des Dachs eines bewohnten Mehrfamilienhauses hat es Vorrang, die Bewohner so wenig wie möglich zu stören und die Sicherheit zu gewährleisten. Ein erfahrener Auftragnehmer arbeitet in Etappen, sodass die Größe der offenen Zone nie das übersteigt, was bis zum Ende des Tages oder vor Regen eingedeckt werden kann. Zwischen den Etappen werden temporäre Abdichtungen verwendet und die Wettervorhersage täglich verfolgt.
Die lautesten Arbeiten – das Entfernen der alten Eindeckung – werden mit dem Tagesablauf und den Ruhezeiten der Bewohner abgestimmt. Zum Heben von Material wird oft ein Autokran oder ein Aufzug verwendet, daher werden sichere Zonen am Haus im Voraus abgestimmt. Die Bewohner werden über den Arbeitsbeginn, die Etappen und mögliche vorübergehende Unannehmlichkeiten informiert. Eine gut geplante Etappensanierung ermöglicht es, selbst ein großes Mehrfamilienhausdach zu erneuern, ohne die Bewohner umzusiedeln oder die Treppenhäuser zu schließen.
Materialauswahl für ein Mehrfamilienhaus-Dach
Für Mehrfamilienhäuser, unter denen Menschen wohnen, sind Zuverlässigkeit und Langlebigkeit besonders wichtig. Als Eindeckung wird am häufigsten ein zweilagiges aufgeschweißtes SBS-Bitumensystem gewählt – es ist vielseitig, frostbeständig und später leicht zu flicken, daher eignet es sich für große Flächen mit vielen Anschlüssen. Die Alternative ist eine mechanisch befestigte PVC- oder TPO-Bahn, die schnell verlegt wird und UV-beständig ist.
Für die Dämmung wird Mineralwolle gewählt (nicht brennbar, dampfdurchlässig, aus Brandschutzsicht über bewohnten Räumen geeignet) oder EPS/PIR (gute Wärmeleistung bei geringerer Stärke). Den Aufbau eines Bitumensystems behandeln wir ausführlicher in unserem Kompaktdach-Verlegungs-Leitfaden, und Gefälle sowie Schichten im Flachdach-Aufbau-Leitfaden. Bei der Wahl der Eindeckung für ein Mehrfamilienhaus ist es stets wichtig, keine unverträglichen Materialien zu mischen – Bitumen und PVC dürfen ohne Trennschicht nicht kombiniert werden.
Häufige Fehler bei der Sanierung eines Mehrfamilienhaus-Dachs
- Reine Überdeckung über nasser Dämmung – die eingeschlossene Feuchtigkeit beschädigt den Aufbau weiter und verursacht schnell neue Blasen und Undichtigkeiten.
- Ignorieren des Gefälleproblems – wird das Gefälle nicht korrigiert, landet die neue Eindeckung wieder unter Pfützen und altert schneller.
- Anschlüsse nicht erneuern – alte Attiken, Gullys und Lüftungsrohre sind oft die eigentliche Ursache von Undichtigkeiten; ohne ihre Instandsetzung löst eine neue Eindeckung das Problem nicht.
- Zu dünne Dämmung – wird an der Stärke gespart, bringt die Sanierung keinen energetischen Nutzen und die für die Förderung erforderliche Energieklasse wird nicht erreicht.
- Sanierung ohne Feuchtemessung – ein “Einheitsumfang” ohne Thermografie zahlt entweder zu viel für unnötige Arbeiten oder verfehlt die echte Feuchtzone.
Garantie und Unterlagen für die Gemeinschaft
Eine Mehrfamilienhaus Dachsanierung ist eine langfristige Investition in gemeinschaftliches Eigentum, daher muss sie von klaren Unterlagen begleitet werden. Nach qualitätsvoller Arbeit sollte die Gemeinschaft oder Verwaltung ein Abnahmeprotokoll mit Angabe des Eindeckungs- und Dämmsystems, Zertifikate der verwendeten Materialien und eine Garantieurkunde erhalten. Eurokas gewährt bis zu 20 Jahre Garantie, doch jede Garantie gilt nur für ein gewartetes Dach, weshalb Empfehlungen für die regelmäßige Inspektion und die Reinigung der Entwässerung beigefügt werden.
Es ist sinnvoll, ein Schema des Sanierungsaufbaus mit Schichtdicken aufzubewahren – es ist nützlich bei der Planung einer Solaranlagen-Installation, zusätzlicher Durchdringungen oder anderer Arbeiten in der Zukunft. Klare Unterlagen schützen alle Wohnungseigentümer und ermöglichen eine objektive Bewertung des Daches nach zehn oder fünfzehn Jahren. Wenn Sie erwägen, das Dach für eine Solaranlage anzupassen, ist die Sanierung der logische Moment, dies einzuplanen – mehr über ein geeignetes Fundament für eine Solaranlage.
Häufig gestellte Fragen zur Mehrfamilienhaus Dachsanierung
Das Dach ist gemeinschaftliches Eigentum, daher treffen die Wohnungseigentümer die Entscheidung – über die Eigentümergemeinschaft oder die Verwaltung, meist in einer Versammlung oder per Abstimmung. Die Gemeinschaft beauftragt eine Inspektion, erhält einen Kostenvoranschlag, und dann genehmigen die Bewohner die Arbeiten und ihre Finanzierung.
Ja. In Litauen gibt es staatlich geförderte Sanierungsprogramme für Mehrfamilienhäuser, die von APVA und anderen Institutionen verwaltet werden; Dachdämmung und -sanierung ist in der Regel eine förderfähige Maßnahme. Die genauen Bedingungen und die Höhe des Zuschusses ändern sich, daher sollte man sie vor der Planung der Arbeiten prüfen.
Das zeigt die Feuchtemessung. Ist die Dämmung trocken, kann eine Überdeckung ausreichen. In alten Mehrfamilienhäusern ist sie oft nass und zu dünn, daher wird eine Vollsanierung mit zusätzlicher Dämmung empfohlen – das löst Dichtheit und Energieeffizienz gleichzeitig.
Richtpreise in Litauen 2026: Eindeckungsüberdeckung 18–28 €/m², Vollsanierung mit Dämmung 45–75 €/m², Umkehrsanierung 70–120 €/m². Ein typisches Mehrfamilienhausdach ist 300–600 m², und einmal pro Wohnung verteilt und mit einem Förderprogramm kombiniert ist der Betrag oft kleiner, als er scheint.
Die Sanierung eines mittleren Mehrfamilienhausdachs dauert von einer bis zu mehreren Wochen. Die Bewohner müssen nicht ausziehen – die Arbeiten erfolgen in Etappen, sodass das Gebäude bewohnt bleibt und offene Zonen stets vorübergehend abgedichtet werden.
Eine Reparatur beseitigt einen Defekt, während die Sanierung den gesamten Dachaufbau erneuert – Eindeckung, Dämmung, Dampfsperre, Gefälle und Anschlüsse. In alten Mehrfamilienhäusern, wo sich mehrere Probleme gleichzeitig häufen, funktioniert punktuelles Flicken nicht mehr, daher ist die Sanierung die rationalere Wahl.
Ja. Der Austausch nasser oder zu dünner Dämmung und eine dichte Dampfsperre verringern die Wärmeverluste über das Dach, sodass die Wohnungen im obersten Geschoss wärmer und die Heizkosten des gesamten Hauses niedriger werden.
Eine Vollsanierung erfolgt am besten in der warmen Jahreszeit (April–Oktober), wenn der Untergrund trocken ist. Inspektion und Entscheidung mit den Bewohnern trifft man am besten im Herbst oder Winter, damit die Arbeiten für das Frühjahr geplant werden können, statt sie als Notfall während eines Wintertauwetters zu beheben.
Sanierung als Chance, das Gebäudedach zu verbessern
Eine Mehrfamilienhaus Dachsanierung dient nicht nur der Behebung von Defekten – sie ist eine seltene Gelegenheit, die ursprünglichen Planungsfehler zu korrigieren und das Dach auf künftige Bedürfnisse vorzubereiten. Die meisten älteren Plattenbaudächer wurden mit nach heutigen Maßstäben zu dünner Dämmung gebaut, und das Gefälle war oft minimal oder unregelmäßig. Bei der Sanierung lässt sich all das auf einmal beheben, ohne spätere zusätzliche Abbrucharbeiten. Die Dämmung kann auf das empfohlene Maß erhöht, das Gefälle neu gebildet werden, um das Pfützenproblem endgültig zu lösen, und Befestigungspunkte für eine künftige Solaranlage, zusätzliche Entwässerung oder bessere Belüftung können im Voraus eingeplant werden. Mit anderen Worten: Eine gut geplante Sanierung liefert nicht “dasselbe, nur neu”, sondern ein besseres Dach als das ursprüngliche – weshalb sie als langfristige Investition in gemeinschaftliches Eigentum zu sehen ist.
Vertrauen Sie Ihre Mehrfamilienhaus Dachsanierung den Eurokas-Spezialisten an
Eine erfolgreiche Mehrfamilienhaus Dachsanierung beginnt mit einer genauen Diagnose und klarer Kommunikation mit den Bewohnern – nur wenn man den realen Zustand von Dämmung und Konstruktion kennt, kann der richtige Umfang gewählt und ein transparenter Kostenvoranschlag für die Gemeinschaft erstellt werden. Eurokas bewertet, saniert und überdeckt flache Mehrfamilienhausdächer in ganz Litauen, verwendet SBS-modifizierte Eindeckungen und Bahnen und gewährt bis zu 20 Jahre Garantie auf die ausgeführten Arbeiten. Sehen Sie sich alle unsere Leistungen an und kontaktieren Sie uns für eine Dachinspektion und ein individuelles Sanierungsangebot für die Gemeinschaft – Tel. +370 698 013 23.




