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Bitumendach Beschichtung: Wann sie wirkt und was sie kostet

Bitumendach Beschichtung: Wann sie wirkt und was sie kostet

16 Min. Lesezeit

Eine Bitumendach Beschichtung ist eine Möglichkeit, die Lebensdauer eines alternden Flachdachs zu einem Bruchteil der Kosten einer kompletten Erneuerung zu verlängern. Eine gut gewählte flüssige Bitumen- oder reflektierende Aluminiumbeschichtung kann der Bahn 5–10 Jahre hinzufügen, die Aufheizung der Oberfläche verringern und eine teure Sanierung hinauszögern. Doch eine Beschichtung ist kein Wundermittel: Sie wirkt nur, wenn das Problem des Daches die Oberflächenalterung ist und nicht ein struktureller Schaden oder eine durchnässte Dämmung. Dieser Leitfaden erklärt, wann sich eine Beschichtung wirklich lohnt, welche Beschichtungen es gibt, wie die Oberfläche vorbereitet wird und wo die echten Grenzen liegen.

Wenn Ihr Bitumendach noch nicht undicht ist, die Oberfläche aber verblasst aussieht, die Bestreuung abgewittert ist und die Bahn „müde“ wirkt, kann der richtige Moment gekommen sein, vorbeugend zu beschichten, statt auf Undichtigkeiten zu warten. Im Folgenden behandeln wir alles der Reihe nach. Wer das Bitumensystem selbst genauer kennenlernen möchte, dem helfen unsere bituminöse Flachdach-Eindeckung und unsere Dachsanierungslösungen.

Was eine Bitumendach Beschichtung tatsächlich ist

Eine Bitumendach Beschichtung bedeutet das Aufbringen einer schützenden Flüssigbeschichtung über eine vorhandene, noch funktionsfähige bituminöse Abdichtung. Anders als beim Streichen einer Wand geht es hier nicht um Optik, sondern um Funktion: Wiederherstellung des UV-Schutzes, Versiegelung kleiner Oberflächenrisse und Verringerung der Aufheizung. Eine Flüssigbeschichtung bildet eine neue, nahtlose, elastische Schicht, die die gealterte Bitumenbahn „umhüllt“ und ihre weitere Alterung verlangsamt.

Wichtig ist von Anfang an zu verstehen, was eine Beschichtung kann und was nicht. Sie kann den Oberflächenschutz wiederherstellen und die Lebensdauer der Bahn verlängern; sie kann keine durchnässte Dämmung ersetzen, kein unzureichendes Gefälle beheben und keinen strukturellen Riss „überstreichen“, durch den bereits Wasser eindringt. Sie ist eine Instandhaltungs- und Vorbeugemaßnahme, kein Ersatz für eine Reparatur — Defekte erfordern andere Methoden, die wir in unserem separaten Artikel zur Bitumendach-Reparatur behandeln.

Warum Bitumenbahnen altern und warum Beschichten hilft

Eine Bitumenbahn besteht aus einem Glasvlies- oder Polyestervlies-Träger, der mit Bitumen getränkt und in hochwertigen Qualitäten mit SBS-Polymer modifiziert ist. Mit der Zeit wirken drei Hauptkräfte auf sie: UV-Strahlung, Temperaturschwankungen und Wasser. UV-Strahlen „brennen“ die leichten Bitumenfraktionen und Weichmacher aus, sodass die obere Schicht spröde wird, feine Netzrisse („Krokodilhaut“) entwickelt und ihre Elastizität verliert. Die schützende mineralische Bestreuung wittert ab und lässt das Bitumen ungeschützt zurück — ab diesem Moment beschleunigt sich die Alterung um ein Vielfaches.

Genau in diesem Stadium ist eine Beschichtung am sinnvollsten. Eine Flüssigbeschichtung stellt den verlorenen UV-Schutz wieder her, füllt Oberflächen-Mikrorisse und liefert eine frische, durchgehende Schutzschicht, solange das Bitumen noch elastisch und mit dem Untergrund verbunden ist. Indem man der Alterung zuvorkommt, lässt sich die Bahn in noch gutem Zustand „erwischen“ und die Sanierung um mehrere Jahre hinauszögern. Zu spät — wenn die Risse bereits durch die volle Dicke reichen und die Dämmung nass ist — maskiert die Beschichtung das Problem nur.

Flüssige Bitumenbeschichtungen: flexible Oberflächenerneuerung

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Flüssige (streich- oder spritzbare) Bitumen- oder Bitumen-Polyurethan-Beschichtungen sind die häufigste Lösung. Sie werden mit Rolle, Pinsel oder Spritzgerät aufgetragen und bilden eine nahtlose, elastische Abdichtungsschicht, die der Form des Untergrunds perfekt folgt. Der Hauptvorteil: Sie „verschmelzen“ mit der vorhandenen Bitumenbahn, da sie zur selben Materialfamilie gehören, sodass die Haftung ausgezeichnet ist und keine Trennschicht nötig ist.

Flüssigbeschichtungen eignen sich besonders für komplizierte Details — Durchdringungen, Lüftungsrohre, Rohrmanschetten und Attiken — wo das Aufschweißen einer neuen Bahn schwierig ist. In Kombination mit einem Armierungsgewebe entsteht eine verstärkte, monolithische Schicht. Der Nachteil: Eine reine Bitumenemulsion bietet allein keine echten reflektierenden Eigenschaften, sodass eine dunkle Oberfläche im Sommer stark aufheizt; deshalb wird oft eine helle reflektierende Beschichtung darüber aufgetragen.

Reflektierende (Aluminium-) Beschichtungen: ein kühleres Dach im Sommer

Reflektierende Beschichtungen sind bitumen- oder acrylbasierte Massen mit Aluminiumpigment, die eine silbrige, lichtreflektierende Oberfläche erzeugen. Ihre Funktion ist zweifach: Erstens reflektieren sie einen großen Teil der Sonnenstrahlung, sodass die Oberflächentemperatur im Sommer 20–40 °C niedriger sein kann als bei dunklem Bitumen; zweitens bilden die Aluminiumflocken eine UV-Barriere und schützen das darunterliegende Bitumen vor dem „Ausbrennen“.

Geringere Aufheizung bedeutet weniger thermische Spannung, langsamere Alterung der Bahn und — wenn darunter genutzte Räume liegen — niedrigere Kühlkosten im Sommer. Aluminiumbeschichtungen werden meist auf eine grundierte Bitumenoberfläche gerollt. Sie sind ideal für südseitige, sonnenexponierte Flachdächer. Es ist zu beachten, dass Aluminiumbeschichtungen mit der Zeit verblassen und etwa alle 5–7 Jahre aufgefrischt werden müssen, um ihre reflektierenden Eigenschaften zu behalten.

Acryl- und elastomere „Cool-Roof“-Beschichtungen

Im obersten Segment der reflektierenden Beschichtungen stehen weiße Acryl- und elastomere (Polyurethan-, Silikon-) Flüssigbeschichtungen. Sie bilden eine extrem elastische, helle Schicht mit einem noch höheren Reflexionsgrad als Aluminium. Eine solche weiße „Cool-Roof“-Beschichtung verringert nicht nur die Aufheizung, sondern überbrückt auch kleine Oberflächenrisse, da sie selbst bei Temperaturschwankungen elastisch bleibt.

Im litauischen Klima, wo die Sommerhitze kürzer ist als in Südeuropa, fällt der „Cool-Roof“-Effekt weniger dramatisch aus, ist aber dennoch nützlich für gewerbliche und industrielle Gebäude mit großen Dachflächen und Kühlbedarf sowie dort, wo dachmontierte Anlagen oder ein Solaranlagen-Fundament geplant sind — ein kühleres Dach bedeutet einen effizienteren Modulbetrieb. Der Nachteil: Weiße Beschichtungen verschmutzen schneller und erfordern eine regelmäßige Reinigung, um ihren Reflexionsgrad zu erhalten.

Beschichtungstypen im Vergleich: Zweck und Lebensdauergewinn

Die folgende Tabelle vergleicht die wichtigsten Beschichtungstypen nach Zweck und realistischem Lebensdauergewinn. Die Werte sind Richtwerte — das tatsächliche Ergebnis hängt stark von der Oberflächenvorbereitung und dem Zustand der vorhandenen Bahn ab.

BeschichtungstypHauptzweckLebensdauergewinn
Flüssige BitumenemulsionOberflächenversiegelung, UV-Schutz, Details+3–7 Jahre
Bitumen-Polyurethan-BeschichtungElastische nahtlose Schicht, Details+5–8 Jahre
Aluminium-ReflexbeschichtungUV-Barriere, Oberflächenkühlung+5–7 Jahre (aufgefrischt)
Weiße Acryl-„Cool-Roof“Max. Reflexion, Rissüberbrückung+7–10 Jahre
Silikon- / PU-ElastomerWasserbeständigkeit, Elastizität+8–12 Jahre

Beachten Sie: Der Lebensdauergewinn wird nur erreicht, wenn die darunterliegende Bahn noch strukturell intakt ist. Eine Beschichtung fügt einer Bahn, deren Lebensdauer bereits erschöpft ist, keine Jahre hinzu — in diesem Fall ist es günstiger, eine zweite Bitumenlage zu verlegen oder zu sanieren.

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Wann eine Beschichtung wirklich wirkt und wann sie das Problem nur kaschiert

Das ist die wichtigste Frage dieses Artikels. Eine Beschichtung ist zum richtigen Zeitpunkt eine ausgezeichnete Vorbeugemaßnahme, zum falschen Zeitpunkt jedoch Geldverschwendung. Hier die klaren Kriterien.

Eine Beschichtung wirkt wirklich, wenn:

  • Die Bahn verblasst ist, die Bestreuung abgewittert ist und Oberflächenrisse fein und oberflächlich sind (nicht bis zum Träger reichen).
  • Das Dach noch nicht undicht ist — die Beschichtung erfolgt vorbeugend, bevor Undichtigkeiten auftreten.
  • Die Dämmung trocken und die Bahn grundsätzlich mit dem Untergrund verbunden ist, ohne große Blasen.
  • Das Gefälle ausreichend ist und keine lang stehenden Wasserpfützen vorhanden sind.
  • Das Dach etwa 8–18 Jahre alt ist und Sie die Sanierung hinauszögern möchten.

Eine Beschichtung kaschiert das Problem nur, wenn:

  • Das Dach bereits undicht ist — eine Beschichtung über einer aktiven Leckage schließt Feuchtigkeit ein und verbirgt das Problem, statt es zu lösen.
  • Die Dämmung nass ist — keine Oberflächenbeschichtung trocknet sie, und eingeschlossener Dampf bildet Blasen.
  • Risse tief durch die volle Bahnendicke reichen oder Nähte sich geöffnet haben — das ist struktureller Schaden, der repariert und nicht überstrichen werden muss.
  • Es Bereiche mit lang stehendem Wasser gibt — eine Bahn unter Wasser verfällt schnell, und eine Beschichtung behebt das Gefälle nicht.
  • Die Bestreuung vollständig fehlt, die Bahn spröde ist und beim Biegen reißt — die Lebensdauer ist erschöpft und eine Sanierung ist nötig.

Merksatz: Eine Beschichtung verlängert die Lebensdauer einer noch intakten Bahn – sie repariert keine undichte. Über einer aktiven Leckage oder nasser Dämmung schließt sie die Feuchtigkeit ein und verschlimmert den Schaden.

Kurz gesagt: Eine Beschichtung wird einer noch guten Bahn hinzugefügt, damit sie länger hält. Sie ist kein Mittel, eine bereits versagte Bahn „wiederzubeleben“. Wenn Sie Undichtigkeiten oder tiefe Defekte bemerken, brauchen Sie zuerst eine gezielte Reparatur oder Sanierung, und die Beschichtung erfolgt erst danach.

Oberflächenvorbereitung: davon hängt das gesamte Ergebnis ab

Bei Flüssigbeschichtungen ist die Oberflächenvorbereitung wichtiger als die Beschichtung selbst. Selbst die beste Beschichtung haftet nicht auf einer schmutzigen, feuchten oder bröckelnden Oberfläche. Die Vorbereitung beginnt mit gründlicher Reinigung: Laub, Schmutz, Moos und Bewuchs werden vom Dach entfernt, lose abgewitterte Bestreuung wird abgekehrt oder mit dem Hochdruckreiniger abgewaschen. Nach dem Waschen muss die Oberfläche vollständig trocknen — Feuchtigkeit unter der Beschichtung ist die häufigste Ursache für Ablösung und Blasenbildung.

Anschließend werden alle vorhandenen Defekte beurteilt und lokal repariert: einzelne Blasen werden aufgeschnitten und neu verschlossen, geöffnete Nähte neu aufgeschweißt und Schäden an Durchdringungen abgedichtet. Die Beschichtung wird nur über einer intakten, reparierten Oberfläche aufgetragen — sie behebt keine Defekte, die sie überdeckt. Schließlich wird die Oberfläche mit einer Bitumengrundierung (Voranstrich) grundiert, damit die neue Beschichtung gut haftet. Erst dann wird die Beschichtung aufgetragen — meist in zwei kreuzweise aufgebrachten Lagen, wobei die erste vor der zweiten trocknen muss.

Schritt für Schritt: der Prozess der Bitumendach Beschichtung

Im Folgenden ein typischer professioneller Ablauf der Bitumendach Beschichtung. Diese Arbeit erfordert die richtige Beschichtungsauswahl, Erfahrung in der Oberflächenvorbereitung und geeignetes Wetter und sollte daher einem Fachbetrieb überlassen werden.

Bitumendach Beschichtung mit einer Flüssigbeschichtung: 6 Schritte

  1. Dachinspektion und Eignungsprüfung

    Der Zustand der vorhandenen Bahn wird beurteilt: Haftet sie noch, ist die Dämmung trocken, gibt es aktive Leckagen. Es wird festgestellt, ob eine Beschichtung geeignet ist oder eine Reparatur / Sanierung nötig ist. Erst nach Bestätigung der Eignung wird fortgefahren.

  2. Oberflächenreinigung

    Laub, Schmutz, Moos und Bewuchs werden vom Dach entfernt, lose abgewitterte Bestreuung wird mit dem Hochdruckreiniger abgewaschen. Rinnen und Abläufe werden gereinigt, damit Wasser frei abfließt.

  3. Trocknung

    Die Oberfläche wird vollständig trocknen gelassen. Feuchtigkeit unter der Beschichtung ist die Hauptursache für Ablösung und Blasenbildung, daher wird so lange getrocknet, wie das Wetter es erfordert.

  4. Lokale Defektreparatur

    Einzelne Blasen werden aufgeschnitten und neu verschlossen, geöffnete Nähte neu aufgeschweißt und Durchdringungen sowie Attiken abgedichtet. Die Beschichtung wird nur über einer intakten Oberfläche aufgetragen.

  5. Grundierung

    Die gesamte Oberfläche wird mit einer Bitumengrundierung grundiert, damit die neue Beschichtung gut haftet, besonders wenn die Oberfläche porös oder alt ist.

  6. Auftragen der Beschichtung

    Die flüssige oder reflektierende Beschichtung wird mit Rolle, Pinsel oder Spritzgerät aufgetragen, meist in zwei kreuzweise aufgebrachten Lagen, wobei die erste trocknet. Komplexe Details werden mit Gewebe verstärkt.

Kosten der Bitumendach Beschichtung 2026

Die Beschichtungskosten hängen vom Beschichtungstyp, der Anzahl der Lagen, dem Oberflächenzustand und dem Umfang der Vorbereitung ab. Im Folgenden Richtpreise für 2026 in Litauen (die gleichen €/m² gelten marktübergreifend). Ein genauer Preis lässt sich erst nach einer Inspektion festlegen, da der Umfang der Vorbereitungsarbeiten stark variiert.

ArbeitEinheitRichtpreis
Dachinspektion und EignungsprüfungBesuch50–150 €
Oberflächenreinigung und -wäsche€/m²2–5 €
Flüssige Bitumenbeschichtung (2 Lagen)€/m²6–12 €
Aluminium-Reflexbeschichtung€/m²5–10 €
Acryl- / elastomere „Cool-Roof“€/m²10–18 €
Lokale Defektreparatur vor der BeschichtungPunkt40–90 €

Zum Vergleich: Das Verlegen einer zweiten SBS-Lage kostet etwa 18–28 €/m², und eine vollständige „Aufbau“-Erneuerung mit Dämmung 45–75 €/m². Detailliertere Preislisten finden Sie in unserer Preisliste für aufgeschweißte Dachhaut 2026 und den Flachdach-Preislisten.

Beschichtung vs. vollständige Erneuerung: Kosten und Nutzen

Die wirtschaftliche Grundlogik der Beschichtung ist einfach: Sie kostet ein Vielfaches weniger als das Verlegen einer neuen Bahn, fügt aber auch weniger Lebensdauer hinzu. Die Entscheidung hängt vom Alter und Zustand der Bahn ab. Ist das Dach 10–15 Jahre alt und die Bahn noch gut, fügt eine Beschichtung für 6–12 €/m² 5–10 Jahre hinzu — eine ausgezeichnete Kapitalrendite. Ist das Dach über 20 Jahre alt, spröde und undicht, ist dasselbe für die Beschichtung ausgegebene Geld innerhalb weniger Saisons verloren und besser in eine Sanierung oder eine zweite Lage investiert.

Eine nützliche Denkweise ist es, die Kosten pro „erkauftem“ Nutzungsjahr zu bewerten. Eine Beschichtung für 10 €/m², die 7 Jahre hinzufügt, kostet etwa 1,4 €/m² pro Jahr. Ein neuer voller Aufbau für 60 €/m², der 30 Jahre hält, kostet etwa 2 €/m² pro Jahr. Die Beschichtung erscheint pro Jahr günstiger, aber nur, wenn sie die versprochenen Jahre tatsächlich liefert — was nur über einer noch guten Bahn möglich ist. Die Unterschiede zwischen Überlagerung und Sanierung behandeln wir ausführlich in einem separaten Artikel.

Realistischer Lebensdauergewinn und Grenzen

Es lohnt sich, realistische Erwartungen zu haben. Eine Beschichtung fügt meist 5–10 Jahre hinzu — nicht das Doppelte, nicht „wie neu“. Sie ist „Zeitgewinn“, der es erlaubt, die Sanierung zu einem günstigen Zeitpunkt statt im Notbetrieb zu planen. Einige wichtige Grenzen, die man vorab kennen sollte:

  • Eine Beschichtung ändert die Struktur nicht — Gefälle, Dämmung und Entwässerung bleiben, wie sie waren. Ihre Probleme bleiben bestehen.
  • Reflektierende Beschichtungen verblassen — Aluminium- und weiße Acrylbeschichtungen brauchen ein regelmäßiges Auffrischen (alle 5–7 Jahre), um Reflexion und Schutz zu behalten.
  • Eine Beschichtung stellt verlorene Elastizität in tieferen Schichten nicht wieder her — ist das Basisbitumen bereits in voller Dicke spröde, hilft eine Oberflächenbeschichtung nicht lange.
  • Geeignetes Wetter ist erforderlich — Flüssigbeschichtungen werden bei trockenem, warmem Wetter aufgetragen (optimal Mai–September in Litauen), damit sie aushärten und haften.

Das Verständnis dieser Grenzen erlaubt es, die Beschichtung als wirksames Instandhaltungswerkzeug statt als Quelle der Enttäuschung zu nutzen. Die besten Ergebnisse entstehen, wenn die Beschichtung Teil einer geplanten Dachpflege ist und kein Last-Minute-Versuch, eine bereits versagte Bahn zu retten.

Reflektierende Beschichtungen und Sommerhitze: in Litauen sinnvoll?

Das „Cool-Roof“-Konzept kommt aus südlichen Klimazonen mit enormem Kühlbedarf. In Litauen ist die Sommerhitze kürzer, die Frage ist also berechtigt: Lohnt es sich? Die Antwort hängt vom Gebäude ab. Bei einem Wohnhaus mit gut gedämmtem Dach ist der Effekt bescheiden. Doch bei gewerblichen, industriellen und Lagergebäuden mit großen dunklen Dachflächen und interner Kühlung verringert eine reflektierende Beschichtung den Wärmeeintrag und die Klimatisierungskosten im Sommer erheblich.

Neben dem direkten Kühlnutzen verlangsamt eine reflektierende Beschichtung die Alterung des Bitumens selbst — eine niedrigere Oberflächentemperatur bedeutet weniger thermische Spannung und langsameren Verlust von Weichmachern. So ist selbst im litauischen Klima das Aufbringen einer Aluminium- oder weißen Beschichtung sowohl eine Energie- als auch eine Bahnen-Schutzentscheidung. Besonders relevant ist dies für Dächer, auf denen Anlagen, Terrassen oder Solarmodule geplant sind.

Häufige Fehler beim Beschichten eines Bitumendachs

  • Beschichten auf feuchter Oberfläche — eingeschlossene Feuchtigkeit verdunstet, hebt die neue Beschichtung an und bildet Blasen; das ist die häufigste Ursache für einen Beschichtungsfehler.
  • Beschichten eines undichten Dachs — eine Oberflächenbeschichtung über einer aktiven Leckage verbirgt das Problem, löst es aber nicht; Wasser bleibt unter der Beschichtung.
  • Auslassen der Oberflächenvorbereitung — ohne Entfernen von Bestreuung und Schmutz haftet die Beschichtung an einer losen Schicht, die sich später zusammen mit der neuen Beschichtung ablöst.
  • Zu dünne Lage — eine zu dünn aufgetragene Lage zum Materialsparen verschleißt schnell und schützt das Bitumen nicht vor UV.
  • Reflektierende Beschichtung nicht auffrischen — Aluminium- oder weiße Beschichtungen brauchen ein regelmäßiges Auffrischen; werden sie „vergessen“, gehen Reflexion und Schutz verloren.

Beschichtung als Teil der geplanten Instandhaltung

Eine Beschichtung wirkt am besten nicht als einmalige Rettung, sondern als Teil einer geplanten Dachpflege. Durch regelmäßiges Reinigen der Abläufe, Entfernen von Moos und eine professionelle Inspektion alle 2–3 Jahre ist der Zustand der Bahn stets bekannt und der Beschichtungszeitpunkt lässt sich genau treffen — wenn die Bestreuung abzuwittern beginnt, die Bahn aber noch elastisch ist. Diese Disziplin verlängert die Gesamtlebensdauer des Bitumendachs um 5–10 Jahre und vermeidet plötzliche, teure Schäden.

Bei einem großflächigen gewerblichen oder Mehrfamilienhaus-Objekt ist die geplante Instandhaltung mit periodischer Beschichtung besonders wirtschaftlich — sie schiebt die Kapitalsanierung hinaus, deren Kosten auf großer Fläche erheblich sind. Eurokas bietet sowohl Beschichtungsarbeiten als auch Flachdach-Eindeckung und vollständige Sanierung an, sodass wir objektiv beurteilen können, welche Lösung für Ihr Dach langfristig am wirtschaftlichsten ist.

Häufig gestellte Fragen zur Bitumendach Beschichtung

Ja, aber nur, wenn die vorhandene Bahn noch strukturell intakt ist. Eine flüssige oder reflektierende Beschichtung stellt den UV-Schutz wieder her und versiegelt kleine Oberflächenrisse, was meist 5–10 Jahre hinzufügt. Über einer bereits versagten, undichten oder spröden Bahn kaschiert die Beschichtung das Problem nur.

Eine Reparatur behebt konkrete Defekte — Blasen, Risse, geöffnete Nähte, Undichtigkeiten. Eine Beschichtung ist ein vorbeugendes Beschichten der gesamten Oberfläche mit einer Schutzschicht über einer noch guten Bahn, damit sie länger hält. Oft wird zuerst eine lokale Reparatur durchgeführt und danach beschichtet.

Am vielseitigsten ist eine flüssige Bitumen- oder Bitumen-Polyurethan-Beschichtung, da sie ausgezeichnet mit dem vorhandenen Bitumen haftet. Ist die Verringerung der Sommerhitze wichtig, wird darüber eine Aluminium-Reflexbeschichtung oder eine weiße Acryl-„Cool-Roof“-Beschichtung aufgetragen. Den besten Aufbau wählt ein Fachbetrieb nach der Inspektion.

Nein — zuerst muss die Ursache der Leckage gefunden und behoben werden. Eine Beschichtung über einer aktiven Leckage schließt Feuchtigkeit unter der neuen Schicht ein, verursacht Blasen und schädigt die Konstruktion weiter. Die Beschichtung erfolgt erst nach Reparatur und Trocknung der Oberfläche.

In Litauen kostet 2026 eine flüssige Bitumenbeschichtung in zwei Lagen etwa 6–12 €/m², eine Aluminium-Reflexbeschichtung 5–10 €/m² und eine Acryl-„Cool-Roof“ 10–18 €/m², ohne Oberflächenvorbereitung (2–5 €/m²). Zum Vergleich: Das Verlegen einer zweiten SBS-Lage kostet 18–28 €/m².

Aluminium- und weiße Acrylbeschichtungen verblassen und verschmutzen mit der Zeit, sodass sie zur Erhaltung ihrer reflektierenden Eigenschaften etwa alle 5–7 Jahre aufgefrischt werden müssen. Eine flüssige Bitumenbeschichtung ohne Reflexschicht hält länger, bietet aber keinen Kühleffekt.

Bei einem Wohnhaus mit gut gedämmtem Dach ist der Effekt bescheiden. Doch bei gewerblichen und industriellen Gebäuden mit großen dunklen Dachflächen und Kühlbedarf verringert eine reflektierende Beschichtung den sommerlichen Wärmeeintrag und die Klimatisierungskosten erheblich und verlangsamt auch die Alterung des Bitumens selbst.

Wenn Risse tief durch die volle Bahnendicke reichen, die Bestreuung vollständig fehlt, die Bahn spröde ist und beim Biegen reißt oder die Dämmung nass ist. In diesen Fällen löst eine Oberflächenbeschichtung das Problem nicht, und es ist günstiger, eine zweite Bitumenlage zu verlegen oder eine vollständige Sanierung mit Dämmungserneuerung durchzuführen.

Vertrauen Sie Ihre Bitumendach Beschichtung den Eurokas-Spezialisten an

Eine hochwertige Bitumendach Beschichtung beginnt nicht mit einem Eimer Beschichtung, sondern mit einer ehrlichen Beurteilung — ob sich Ihr Dach noch beschichten lässt oder bereits eine Überlagerung an der Zeit ist. Eurokas beschichtet, überlagert und saniert bituminöse Flachdächer in ganz Litauen und Europa, verwendet hochwertige flüssige und reflektierende Beschichtungen und gewährt bis zu 20 Jahre Garantie auf ausgeführte Arbeiten. Sehen Sie sich alle unsere Leistungen an und kontaktieren Sie uns für eine Dachinspektion und ein individuelles Angebot — Telefon +370 698 013 23.

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