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Flachdach-Technologien: Vergleich und Langlebigkeit 2026

Flachdach-Technologien: Vergleich und Langlebigkeit 2026

15 Min. Lesezeit

Flachdach-Technologien umfassen heute weit mehr als einen einzigen Dachaufbau oder eine einzige Abdichtung: von SBS-Bitumenbahnen und heißluftverschweißten PVC- und TPO-Systemen über flexibles EPDM bis hin zu Flüssigabdichtungen, und darüber die klassische (Warm-), Umkehr-, Gründach- und Kiesdach-Konstruktion. In diesem Artikel vergleichen wir die wichtigsten Abdichtungssysteme und Dachtypen nach Langlebigkeit, Kosten, Einsatzfall und Lebensdauer, erklären, wie man für ein konkretes Gebäude eine Technologie auswählt, und was die Langlebigkeit eines Flachdachs wirklich bestimmt.

Ziel ist hier nicht, zu beweisen, dass eine Technologie „die beste“ ist — jede hat ihre Nische. Ziel ist eine Vergleichskarte, mit der Sie verstehen, warum ein Dachdecker für ein Gebäude ein SBS-Bitumensystem empfiehlt, für ein anderes PVC und für ein drittes ein Umkehrdach mit Auflast. Die konkrete Auswahl der Bitumenbahn (SBS oder APP, Lagen, Trägereinlage) behandeln wir ausführlich in unserem Artikel zur Bahnenauswahl, während der Konstruktionsaufbau und die Neigung im Artikel zum Flachdach-Aufbau erläutert werden.

Zwei Ebenen, die man trennen muss: Abdichtung und Konstruktion

Wenn von Flachdach-Technologien die Rede ist, werden oft zwei verschiedene Dinge verwechselt: das Abdichtungssystem (womit das Dach abgedichtet wird) und der Konstruktionstyp (wie der gesamte Aufbau angeordnet ist — wo Dämmung, Dampfsperre und Auflast liegen). Dasselbe PVC oder SBS kann sowohl in einer klassischen als auch in einer Umkehrkonstruktion verwendet werden, daher erfolgt die Wahl auf zwei Ebenen.

Die erste Ebene ist, welche Abdichtungsbahn man wählt. Die zweite ist, welchen Dachtyp man darüber baut. Dieser Artikel behandelt beide Ebenen und zeigt, wie sie zusammenpassen. Beginnen wir mit den Abdichtungssystemen, denn sie werden meist als „die Dacheindeckung“ bezeichnet.

SBS-Bitumenbahnen: der Standard in Litauen

SBS-modifizierte Bitumenbahnen sind die häufigste Flachdach-Abdichtungstechnologie in Litauen sowie in Mittel- und Nordeuropa. Es sind mehrschichtige Rollenprodukte mit Polyester- oder Glasvlies-Einlage, bei denen das Bitumen mit SBS (Styrol-Butadien-Styrol)-Kautschuk modifiziert ist, der gummiartige Eigenschaften verleiht — Elastizität und Kältebeständigkeit bis −25 °C und darunter.

Der Vorteil ist die Zuverlässigkeit in unserem Klima: SBS-Bahnen halten Frost-Tau-Wechseln, Schneelasten und Bauwerksbewegungen stand, lassen sich mit derselben Methode lokal reparieren und haften hervorragend auf Beton. Der Nachteil: Sie sind dicker und schwerer als Kunststoffbahnen, und das Aufschweißen erfordert offene Flamme und einen erfahrenen Verleger. Die typische Lebensdauer beträgt 20–30 Jahre für ein zweilagiges System. Eurokas führt Bitumendächer als Kernleistung aus — siehe bituminöse Dacheindeckung.

PVC-Bahnen: einlagige verschweißbare Lösung

PVC-Bahnen (Polyvinylchlorid) sind dünne, leichte, einlagige Kunststoffbahnen, deren Nähte mit Heißluft zu einem durchgehenden, dichten Belag verschweißt werden. Sie sind eine beliebte Wahl für große Industrie- und Gewerbeflachdächer, bei denen geringes Gewicht, schnelle Verlegung und eine weiße, reflektierende Oberfläche zur Reduzierung der Aufheizung wichtig sind.

Vorteile: sehr zuverlässige Schweißnähte, UV-Beständigkeit ohne Bestreuung, geringes Gewicht sowie die Möglichkeit von mechanischer Befestigung, Verklebung oder Auflast. Nachteile: empfindlicher gegen mechanische Beschädigung als dickes Bitumen, Reparaturen erfordern Schweißgeräte und Fachwissen, und die Langlebigkeit hängt von der Bahnendicke (1,2–2,0 mm) und der Qualität der Stabilisatoren ab. Typische Lebensdauer: 20–30 Jahre.

TPO-Bahnen: der moderne Konkurrent zu PVC

TPO-Bahnen (thermoplastische Polyolefine) sind verschweißbare Kunststoffbahnen, in der Verlegelogik PVC ähnlich, aber mit anderer chemischer Zusammensetzung. Sie gelten als umweltfreundlicher (ohne Weichmacher und Chlor), sehr beständig gegen UV und Chemikalien und sind oft hell gefärbt für mehr Energieeffizienz.

Vorteile: gute UV- und Ozonbeständigkeit, Schweißnähte, geringes Gewicht, Recyclingfähigkeit. Nachteile: die Rezepturen unterscheiden sich zwischen Herstellern stärker als bei PVC, daher ist die Qualität uneinheitlich; ältere TPO-Generationen hatten Probleme mit frühem Reißen, neuere haben diese behoben. Typische Lebensdauer: 20–30 Jahre, bei hochwertigen Bahnen mehr. TPO und PVC konkurrieren oft im selben Gewerbesegment.

EPDM-Bahnen: flexibler synthetischer Kautschuk

EPDM (Ethylen-Propylen-Dien-Monomer) ist eine synthetische Kautschukbahn, die in großen Bahnen geliefert wird, die äußerst flexibel und sehr beständig gegen UV, Ozon und Temperaturschwankungen sind. EPDM kann von allen am längsten halten — hochwertige Bahnen erreichen 30–50 Jahre — und wird daher geschätzt, wo maximale Langlebigkeit zählt.

Vorteile: außergewöhnliche Langlebigkeit und Flexibilität, UV-Beständigkeit, großformatige Bahnen mit wenigen Nähten. Nachteile: Nähte werden verklebt oder verbändert (nicht verschweißt wie bei PVC/TPO), ihre Zuverlässigkeit hängt also stärker von der Sorgfalt des Verlegers ab; die schwarze Oberfläche heizt sich in der Sonne stark auf. EPDM wird in Litauen seltener als Bitumen eingesetzt, ist aber eine ernsthafte Alternative für anspruchsvolle oder langlebigkeitssensible Projekte.

Flüssigabdichtung: nahtloser Belag für komplexe Details

Flüssigabdichtungstechnologien (Polyurethan-, PMMA- oder Polyurethan-Bitumen-Harze) werden mit Pinsel, Rolle oder Spritzgerät aufgetragen und härten zu einem durchgehenden, nahtlosen, flexiblen Film aus. Das ist eine Nischen-, aber wichtige Technologie: Sie ist unverzichtbar dort, wo eine Bahn schwer korrekt anzuarbeiten ist — um Schornsteine, Lüftungsrohre, Rinnen, komplex geformte Attiken und Terrassenanschlüsse.

Vorteile: vollständig nahtloser Belag, hervorragende Haftung an komplexen Formen, einsetzbar sowohl als Vollabdichtung auf kleinen oder komplexen Dächern als auch als lokale Lösung für Details. Nachteile: der Preis pro m² ist oft höher, die Qualität hängt stark von der Schichtdicke und der Witterung beim Auftrag ab, und manche Systeme erfordern mehrere Lagen mit einem Verstärkungsvlies. Typische Lebensdauer: 15–25 Jahre, je nach Harztyp.

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Vergleichstabelle der Abdichtungssysteme

Nachfolgend eine detaillierte Vergleichstabelle der wichtigsten Flachdach-Abdichtungstechnologien nach Verlegung, Langlebigkeit, Kosten und bestem Einsatz. Sie hilft, sich schnell zu orientieren, welches System zu welchem Fall passt.

TechnologieVerlegungTypische LebensdauerRichtpreis (€/m²)Am besten geeignet für
SBS-Bitumen (2 Lagen)Aufschweißen / selbstklebend20–30 Jahre28–45Wohn- und Gewerbedächer im litauischen Klima
PVC-BahnHeißluftverschweißt20–30 Jahre30–50Große Industrie- und Gewerbedächer
TPO-BahnHeißluftverschweißt20–30+ Jahre30–50Gewerbedächer mit Fokus auf Ökologie und UV
EPDM-KautschukVerklebt / verbändert30–50 Jahre35–55Langlebigkeitssensible, große Flachdächer
FlüssigabdichtungGestrichen / gespritzt15–25 Jahre30–60Komplexe Details, kleine oder geometrisch komplexe Dächer

Die Preise sind Richtwerte für 2026 und beinhalten Material und Arbeit; der genaue Preis hängt von Fläche, Zugänglichkeit und Untergrundzustand ab. Detailliertere Preislisten finden Sie auf unserer Seite zur Flachdach-Verlegung.

Kombinierte und hybride Systeme: wenn eine Technologie nicht genügt

In der Praxis sind Dächer selten ideal einfach, daher kombinieren erfahrene Dachdecker oft mehrere Technologien an einem Objekt. Das ist kein Kompromiss, sondern der gezielte Einsatz der Stärken jedes Systems dort, wo sie am meisten gebraucht werden.

Die häufigste Kombination ist eine Bahn für die Fläche und Flüssigabdichtung für die Details. Ein großes SBS-Bitumen- oder PVC-Dach wird in der Fläche schnell und wirtschaftlich verlegt, während man an komplexen Durchdringungen, Lüftungsrohren und unregelmäßigen Attiken zu einem Flüssigharz wechselt, das sich nahtlos anschmiegt und die Problemstellen abdichtet. So erhält man ein zugleich wirtschaftliches und zuverlässiges Ergebnis.

Ein weiteres Beispiel sind unterschiedliche Bahnen auf verschiedenen Dächern desselben Gebäudes: die große Hauptfläche mit einer Technologie, eine kleine nutzbare Terrasse über Wohnraum mit einer anderen, robusteren und dickeren. Wichtig ist, dass der Verleger versteht, wie die verschiedenen Systeme miteinander verbunden werden, denn gerade an den Übergängen zwischen zwei Technologien liegt oft die Schwachstelle. Wie diese Anschlüsse auf Konstruktionsebene ausgeführt werden, behandeln wir im Artikel zum Flachdach-Aufbau.

Energieeffizienz und Dachtechnologien

Bei der Wahl der Flachdach-Technologie wird der energetische Aspekt immer wichtiger, der sowohl den Komfort als auch die Betriebskosten beeinflusst. Dacheindeckung und Konstruktion bestimmen, wie viel Wärme im Winter verloren geht und wie stark sich das Gebäude im Sommer aufheizt.

Helle, reflektierende PVC- und TPO-Bahnen heizen sich im Sommer weniger auf als schwarzes Bitumen oder EPDM und senken so den Kühlbedarf bei großflächigen Gewerbebauten. Andererseits wirken Gründach und Umkehrdach mit Auflast als zusätzliche thermische Masse, die Temperaturschwankungen abmildert und die Abdichtung schützt. Dämmdicke und -qualität bestimmen den gesamten Wärmedurchgangskoeffizienten des Dachs — dazu im Detail im Artikel zur Flachdach-Dämmung.

Die Wahl der Technologie ist daher nicht nur eine Abdichtungs-, sondern auch eine Energieentscheidung: die richtig gewählte Belagsfarbe, Dämmdicke und der Konstruktionstyp bestimmen gemeinsam den thermischen Komfort des Gebäudes für Jahrzehnte.

Dachkonstruktionstypen: wie der Aufbau angeordnet ist

Ist die Abdichtungsbahn gewählt, folgt die Entscheidung, welchen Konstruktionstyp man darüber baut. Der Konstruktionstyp bestimmt, wo Dämmung, Abdichtung und Schutzschichten liegen, was Langlebigkeit, Nutzung und Kosten unmittelbar beeinflusst. Gehen wir die vier Haupttypen durch.

Klassisches (Warm-)Dach

Bei der klassischen Konstruktion sind die Schichten in „traditioneller“ Reihenfolge von unten nach oben angeordnet: Tragwerk, Dampfsperre, Dämmung, Abdichtung obenauf. Das ist die häufigste und günstigste Lösung für neue Flachdächer. Hier ist die Abdichtung die äußerste Schicht und somit UV, Schnee und mechanischer Beanspruchung direkt ausgesetzt — ihre Qualität bestimmt die Lebensdauer des gesamten Dachs. Die Schichten dieses Typs behandeln wir im Artikel zur Kompaktdach-Verlegung.

Umkehrdach

Bei der Umkehrkonstruktion ist die Schichtfolge „umgekehrt“: Die Abdichtung wird direkt auf das Tragwerk gelegt (unten), darüber liegen feuchtigkeitsbeständige Dämmung (XPS) und Auflast (Kies oder Platten). So wird die Abdichtung vor UV, Temperaturschwankungen und mechanischer Beanspruchung geschützt und hält deutlich länger — 30 Jahre und mehr. Der Nachteil sind höhere Kosten und höheres Gewicht, und das Tragwerk muss die Auflast tragen. Umkehrdächer werden oft für nutzbare Terrassen und anspruchsvolle Projekte gewählt. Dämmstoffe und Dicken behandeln wir im Artikel zur Flachdach-Dämmung.

Gründach

Ein Gründach ist eine Konstruktion mit Vegetationsbelag über der Abdichtung: Drainageschicht, Filter, Substrat und Pflanzen. Es kann extensiv (dünn, pflegeleicht, grasartig) oder intensiv (dick, mit Sträuchern und sogar kleinen Bäumen — praktisch ein Dachgarten) sein. Ein Gründach schützt die Abdichtung vor UV und Temperatur, hält Regenwasser zurück und verbessert Mikroklima und Ästhetik. Es erfordert eine wurzelfeste Bahn und eine höhere Tragfähigkeit. Mehr dazu auf unserer Seite zur Gründach-Installation.

Kiesdach (Auflastdach)

Beim Kiesdach wird die Abdichtung lose verlegt (ohne Verklebung) und mit Auflast — gewaschenem Kies oder Betonplatten — beschwert. Die Auflast schützt den Belag vor UV und Windsog, ohne die Bahn mit Befestigern zu durchdringen. Das ist ein einfaches, zuverlässiges System für offene, windexponierte Dächer mit ausreichender Tragfähigkeit. Ein Umkehrdach ist im Grunde eine Variante des Auflastprinzips mit Dämmung über der Abdichtung.

Vergleichs- und Lebensdauertabelle der Konstruktionstypen

Diese zweite Tabelle vergleicht die Dachtypen selbst nach Lage der Abdichtung, Lebensdauer, Kosten und typischer Nutzung. Sie verdeutlicht, wie dieselbe Bahn in einem anderen Aufbau eine andere Langlebigkeit liefert.

DachtypLage der AbdichtungTypische LebensdauerRichtpreis (€/m²)Typische Nutzung
Klassisch (Warmdach)Oben, freiliegend20–30 Jahre45–75Die meisten neuen Wohn- und Gewerbedächer
UmkehrdachUnten, geschützt30+ Jahre70–120Nutzbare Terrassen, anspruchsvolle Projekte
GründachUnten, unter dem Substrat30+ Jahre90–150Ästhetik, Ökologie, Regenwasserrückhalt
KiesdachUnten, unter der Auflast30+ Jahre60–110Offene, windexponierte Dächer

Beachten Sie das Muster: Wird die Abdichtung verdeckt (Umkehr-, Grün-, Kiesdach), steigt die Lebensdauer, aber Kosten und Gewicht nehmen zu. Das ist der zentrale Kompromiss bei der Wahl des Konstruktionstyps.

Was die Langlebigkeit eines Flachdachs wirklich bestimmt

Die im Datenblatt einer Bahn angegebene Lebensdauer ist nur ein Bezugspunkt. In der Praxis wird die Langlebigkeit eines Dachs von einer Kombination von Faktoren bestimmt, und ein Dach „versagt“ oft nicht wegen des Belags, sondern weil diese Faktoren ignoriert wurden.

  • Neigung und Entwässerung — stehendes Wasser beschleunigt die Alterung jedes Belags. Ausreichende Neigung (mindestens 2 %) und gut ausgeführte Rinnen sind die Grundlage der Langlebigkeit.
  • Detailabdichtung — die meisten Undichtigkeiten beginnen nicht in der Fläche, sondern an Attiken, Schornsteinen, Rinnen und Befestigungsdetails. Deren sorgfältige Abdichtung ist wichtiger als die „Marke“ des Belags.
  • Verlegequalität — dieselbe Bahn, von einem erfahrenen Verleger ausgeführt, hält ein Jahrzehnt länger als eine schlecht verschweißte oder nicht verklebte. Die Zuverlässigkeit verschweißter Systeme (PVC/TPO) hängt direkt von der Nahtqualität ab.
  • UV-Schutz — freiliegende Abdichtung altert durch UV; Bestreuung, Auflast oder eine Grünschicht verlangsamen diesen Prozess erheblich.
  • Wartung — regelmäßige Rinnenreinigung, Inspektionen und zeitnahe lokale Reparaturen können die Dachlebensdauer um 5–10 Jahre verlängern.

Echte Langlebigkeit ist also das Produkt aus Technologie, Verlegung und Wartung — nicht die Eigenschaft einer einzelnen Bahn. Wie reale Beläge altern und welche Defekte am häufigsten sind, erklären wir im Artikel zur Bitumendach-Reparatur.

Wie man eine Technologie für ein konkretes Gebäude auswählt

Die richtige Wahl beginnt beim Gebäude, nicht beim Katalog. Hier die wichtigsten Fragen, die die Auswahl auf ein oder zwei geeignete Technologien eingrenzen.

  • Wie groß ist die Dachfläche und welche Geometrie? Verschweißte PVC/TPO-Systeme sind wirtschaftlich für große, gleichförmige Dächer; Bitumen oder Flüssigabdichtung passen für kleine oder komplexe.
  • Welcher Untergrund? Beton erlaubt Aufschweißen; ein brennbarer Untergrund erfordert selbstklebende oder verschweißte Systeme.
  • Wird das Dach genutzt? Eine Terrasse, ein Grün- oder Solardach passt zu einer Umkehr- oder Kiesdachkonstruktion mit einer robusteren Bahn.
  • Was ist die oberste Priorität? Maximale Langlebigkeit tendiert zu EPDM oder einer Umkehrlösung; geringes Gewicht zu PVC/TPO; bewährte Vielseitigkeit für Litauen zu SBS-Bitumen.
  • Neubau oder Sanierung? Bei der Sanierung muss die neue Technologie auf den vorhandenen Belag und Untergrund abgestimmt werden — siehe unsere Dachsanierung.

Den allgemeinen Kontext dieser Leistung finden Sie auf der Seite zur Flachdach-Verlegung, und wenn Sie eine Solaranlage auf dem Dach planen, in den Lösungen zum Solaranlagen-Fundament.

Typische Szenarien: welche Technologie wählen

Damit der Vergleich praktisch wird, hier einige häufige Szenarien und die typische Technologiewahl für jedes.

  • Neues Wohnhaus-Flachdach auf Beton — eine klassische Warmkonstruktion mit zweilagiger SBS-Bitumenbahn; eine bewährte, vielseitige Lösung für unser Klima.
  • Großes Einzelhandels- oder Lagerhallendach — eine verschweißte PVC- oder TPO-Bahn wegen geringen Gewichts, schneller Verlegung und reflektierender weißer Oberfläche.
  • Nutzbare Terrasse über Wohnraum — ein Umkehrdach mit XPS-Dämmung und Plattenauflast, mit geschützter und langlebiger Abdichtung.
  • Ein Projekt, bei dem maximale Lebensdauer am wichtigsten ist — EPDM in großen Bahnen mit sorgfältig verklebten Nähten.
  • Ein altes Dach mit vielen komplexen Details und kleiner Fläche — Flüssigabdichtung, die sich nahtlos an die gesamte Geometrie anschmiegt.

Häufige Fehler bei der Wahl der Flachdach-Technologie

  • Wahl nach Preis pro m² unter Vernachlässigung der Lebensdauer — ein günstigerer Belag, der 15 Jahre hält, ist langfristig teurer als ein zuverlässiges 30-Jahre-System.
  • Ein verschweißtes System ohne qualifizierten Verleger — die Zuverlässigkeit von PVC/TPO hängt vollständig von den Nähten ab; eine schlechte Naht bedeutet eine Undichtigkeit.
  • Freiliegende Abdichtung dort, wo sie geschützt sein sollte — ohne Auflast oder Bestreuung altert UV den Belag schnell.
  • Konstruktionstyp nicht auf die Tragfähigkeit abgestimmt — ein Umkehr- oder Kiesdach erfordert, dass das Tragwerk die Auflast trägt.
  • Details und Neigung ignoriert — der teuerste Belag hilft nicht, wenn Wasser steht und Attiken undicht sind.

Häufig gestellte Fragen zu Flachdach-Technologien

Die wichtigsten Technologien sind SBS-modifizierte Bitumenbahnen, heißluftverschweißte PVC- und TPO-Bahnen, flexibler EPDM-Kautschuk und Flüssigabdichtung (Polyurethan oder PMMA). In Litauen ist SBS-Bitumen wegen seiner Kältebeständigkeit und Vielseitigkeit am häufigsten, während PVC und TPO für große Gewerbedächer beliebt sind.

Die längste Lebensdauer bieten EPDM-Kautschuk (30–50 Jahre) und geschützte Konstruktionen — Umkehr-, Grün- und Kiesdächer, bei denen die Abdichtung unter Dämmung, Substrat oder Auflast verborgen ist (30 Jahre und mehr). Die tatsächliche Lebensdauer wird jedoch am stärksten von Verlegequalität und Wartung bestimmt, nicht allein vom Material.

Beide sind verschweißbare Kunststoffbahnen mit ähnlichen Eigenschaften, unterscheiden sich aber in der chemischen Zusammensetzung: PVC enthält Weichmacher und Chlor, TPO basiert auf Polyolefinen und gilt als umweltfreundlicher und sehr UV-beständig. PVC hat eine lange bewährte Geschichte; TPO ist eine modernere Alternative, deren Qualität stärker von der Rezeptur des Herstellers abhängt.

Beim klassischen (Warm-)Dach liegt die Abdichtung oben und ist UV und Witterung offen ausgesetzt. Beim Umkehrdach ist die Schichtfolge umgekehrt: Die Abdichtung wird unten verlegt, darüber liegen feuchtigkeitsbeständige Dämmung und Auflast. Ein Umkehrdach ist teurer und schwerer, aber die Abdichtung ist geschützt und hält daher deutlich länger.

Ein Gründach lohnt sich, wenn Ästhetik, Ökologie, Regenwasserrückhalt sowie der Schutz der Abdichtung vor UV und Temperatur wichtig sind. Es erfordert eine wurzelfeste Bahn und eine höhere Tragfähigkeit und kostet daher mehr. Ein extensives Gründach ist pflegeleicht, ein intensives wie ein Dachgarten.

Richtpreise 2026 inklusive Arbeit: zweilagiges SBS-Bitumen 28–45 €/m², PVC- und TPO-Bahnen 30–50 €/m², EPDM 35–55 €/m², Flüssigabdichtung 30–60 €/m². Nach Konstruktion: klassischer Vollaufbau 45–75, Umkehrdach 70–120, Gründach 90–150, Kiesdach 60–110 €/m². Der genaue Preis hängt von Fläche und Untergrundzustand ab.

Ja, bei einer Sanierung wird oft von einer Technologie auf eine andere gewechselt — zum Beispiel eine neue SBS-Lage über einem alten Bitumendach oder ein verschweißtes PVC-System. Wichtig ist, Zustand, Feuchtigkeit und Verträglichkeit des vorhandenen Untergrunds zu beurteilen. Ein Fachmann hilft nach einer Begehung zu entscheiden, ob überdeckt oder vollständig saniert wird.

Für eine Solaranlage eignet sich eine robuste, widerstandsfähigere Abdichtung mit einem auflastbasierten oder auf den Belag abgestimmten Befestigungssystem, damit die Bahn nicht beschädigt wird. Häufig wird eine dickere SBS-Bitumenbahn oder eine hochwertige PVC/TPO-Bahn gewählt, wobei die Befestigungsdetails zusätzlich abgedichtet werden. Die Einzelheiten behandeln wir in den Lösungen zum Solaranlagen-Fundament.

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Es gibt nicht die eine „beste“ Flachdach-Technologie — es gibt die beste Kombination für ein konkretes Gebäude, seinen Untergrund, seine Lasten und sein Budget. Eurokas verlegt sowohl SBS-Bitumen- als auch verschweißte Kunststoffsysteme sowie klassische, Umkehr-, Grün- und Kiesdächer in ganz Litauen und Europa, mit einer Garantie von bis zu 20 Jahren. Wir bewerten Ihr Gebäude und empfehlen die optimale Technologie mit realistischer Lebensdauer und Preis. Sehen Sie sich alle unsere Leistungen an oder kontaktieren Sie uns für ein individuelles Angebot — Tel. +370 698 013 23, info@eurokas.lt.

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